Die Dünen rund um das Sossusvlei

Dünen im Sossusvlei

Dünen im Sossusvlei

Man nimmt an, dass die Dünen vor rund fünf Millionen Jahren entstanden sind.

Durch Eisenoxid gefärbter Sand wurde vom Oranje-Fluss aus der Kalahari in Richtung Meer geschwemmt. Der Benguela-Strom trieb den Sand nach Norden, ungefähr auf die Höhe von Lüderitz. Landeinwärts wehende nordwestliche Winde sorgten für eine Verteilung des Sandes und die Bildung der Dünen.

Die Namib-Dünen bestehen aus buntem reinem Quarzsand und schimmern in unterschiedlichen Farbtönen. Dabei gilt: Je intensiver der Rotton einer Düne leuchtet, desto älter ist sie.

Der Wind sorgt dafür, dass die Dünen ihre Form ständig verändern. Der obere Teil der Düne wird als „slipface“ bezeichnet. Auf der Luvseite der Düne lagert der Wind den Sand ab, an der Leeseite des Dünenkamms rutscht der Sand dann herunter, diese Dünenseite ist daher die steilere.

Die rund um das Sossusvlei liegenden Dünen werden als parabolische Dünen oder auch Sterndünen bezeichnet, da sie von einem Scheitelpunkt aus in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Diese Längsdünen erstrecken sich auf bis zu 50 Kilometern Länge.

Forschungen zufolge wandern die Sterndünen bis zu 10 Meter pro Jahr. Die Namib-Dünen zählen zu den stabilsten Vertretern ihrer Art, denn sie erheben sich von den rund 100 Meter hohen Tsondab-Sanddünen, die bereits vor 20 bis 40 Millionen Jahren aktiv gewesen sein sollen und dann versteinerten.

Der schwere eisenhaltige Sand liegt besonders am Fuße der Dünen, während der heran wehende leichtere Sand die Dünenkämme ständig neu formt. Besonders bekannt ist die „Big Daddy“ genannte Düne, die sich imposant über dem Vlei erhebt. Bei einem Besuch des Sossusvleis ist ein Aufstieg auf den Dünenkamm ein Muss, denn von hier aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick über die Dünenlandschaft und die umliegenden Vleis. Die Anstrengung beim Aufstieg sollte nicht unterschätzt werden, denn im rutschigen Sand ist das kein einfaches Unterfangen! Oben angekommen macht es aber riesigen Spaß, wieder hinunterzugleiten.